Vortrag zur Medienerziehung für Eltern

Die im letzten Jahr durch die Elternpflegschaft angeregte Vortragsreihe zu Erziehungsfragen wurde auch in 2010 fortgesetzt. Am 03. März hielten Herr Latusek und Herr Neuhoff von der Kreispolizeihbehörde einen Vortrag zum Thema „Jugendliche, Kinder und Medien“. Die von den beiden Referenten vorgestellten Daten und Fakten, die sie im Zuge ihrer Arbeit im Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz gesammelte haben, zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Medienkonsum, schulischem Erfolg und Gewaltbereitschaft. So sind z.B. die Noten eines Vielsehers (mehr als 2 Stunden täglich) im Vergleich zu einem Wenigseher (weniger als 30 Minuten) in den Hauptfächern durchschnittlich 0,3 Notenpunkte schlechter.

Für viele Eltern überraschend und schockierend waren die kurzen Sequenzen aus s.g. `Killerspielen`, die die Referenten präsentierten. Für Kinder sei die Altersbeschrenkung leicht zu unterlaufen, sodass diese schon mit 10 oder 11 Jahren Zugriff auf gewaltverherrlichende Spiele hätten.

Auch hier habe die Forschung schon lange einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von `Killerspielen`und Gewaltbereitschaft und Abstumpfung nachgewiesen.

Als Resumee baten die Referenten, die neuen Medien nicht generell zu verteufeln. Vielmehr sollten die Eltern die Kinder beim Umgang mit diesen begleiten, weil der Fernseher oder der Computer schließlich im Kinderzimmer stehe.

 

 

 

 

 

Herr Menke (Elternpflegschaftsvorsitzender), Herr Fahle (Schulleiter), Herr Latussek und Herr Neuhoff (v.l.)